Umsatzsteuerkarussell / Umsatzsteuerbetrug

Nach dem Einkommensteueraufkommen stellt die Umsatzsteuer die zweitstärkste Steuer dar, sodass dieser eine erhebliche Bedeutung für den jeweiligen Staatshaushalt zukommt. Dementsprechend ist es den Finanzbehörden ein besonderes Anliegen entsprechende Ausfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Rückblickend auf die vergangenen Jahre lässt sich feststellen, dass die Steuerhinterziehung mittels des sogenannten Umsatzsteuerkarussells immer mehr in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten ist und zunehmend Anklagen bei den Strafgerichten erhoben wurden.

Doch nicht nur in strafrechtlicher Hinsicht mussten unsere Mandanten sich vermehrt gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung durch Beteiligung an einem Umsatzsteuerkarussell zur Wehr setzen. Auch wurde diesen aufgrund der Beteiligung an einem Umsatzsteuerkarussell von Seiten der Finanzbehörden zunächst pauschal der Vorsteuerabzug versagt, weshalb es mitunter ebenso angezeigt war, die existenzbedrohenden Folgen des versagten Vorsteuerabzuges zu vermeiden.

In der Vergangenheit ereignete sich der Umsatzsteuerkarussellbetrug vornehmlich bei Warenlieferungen, die zwar physisch klein aber hochpreisig (weiter-)verkauft werden konnten, sodass vorrangig Unternehmer betroffen waren, welche beispielsweise mit Mobiltelefonen, Tablet-Computern oder Spiele-Konsolen handelten. Ebenso betroffen war der Handel mit CO2-Emissionszertifikaten.

Die Besonderheit, dass in einem Umsatzsteuerkarussellbetrug jedoch nicht alle Unternehmer wissentlich involviert sein müssen, führte und führt immer wieder zu falschen Verdächtigungen seitens der Ermittlungs- / Finanzbehörden und zu einem unberechtigten Versagen des Vorsteuerabzugs.

Beteiligte, welche lediglich als sogenannter „Buffer“ in einen Umsatzsteuerkarussellbetrug beziehungsweise in eine Lieferkette miteinbezogen wurden, dienten nicht selten unwissentlich zur bloßen Verschleierung des gesamten Betrugsmodells. Vorschnell neigen die Ermittlungs- / Finanzbehörden bei derartigen Liefergeflechten dazu, den unwissentlichen „Buffer“ als Steuerhinterzieher zu brandmarken.

Unsere auf das Steuerstrafrecht spezialisierten Rechtsanwälte und Fachanwälte haben langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Umsatzsteuerkarusselle. Die stetigen Fortbildungen und Weiterbildungen zum Fachanwalt für Steuerrecht und Strafrecht, sowie zum zertifizierten Verteidiger und Berater für Steuerstrafrecht gewährleisten zudem das notwendige und aktuelle Wissen, um im Falle des Vorwurfs der Beteiligung an einem Umsatzsteuerkarussell sowohl in steuerlicher als auch in steuerstrafrechtlicher Hinsicht fachkompetent beraten zu können.

Gerne berät Sie die Rechtsanwaltskanzlei Martin aus Karlsruhe vertreten durch die im Hause tätigen Steueranwälte rund um die Thematik des Umsatzsteuerkarussells / Umsatzsteuerbetruges.

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