Untersuchungshaft / Haftbefehl

Die Staatsanwaltschaft beantragt beim zuständigen Ermittlungsrichter einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten, wenn sie diesen, einer Straftat für dringend verdächtig hält, ein Haftgrund besteht und der Haftbefehl im Hinblick auf den Tatvorwurf nicht unverhältnismäßig ist. Als Haftgrund kommen Flucht, Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr und Wiederholungsgefahr in Frage. Bei der Lektüre dieser Voraussetzungen könnte man meinen, der Rechtsstaat hätte für den Freiheitsentzug ohne rechtskräftiges Urteil, denn genau das stellt die Untersuchungshaft dar, extrem hohe Hürden aufgestellt. Das ist allerdings mitnichten der Fall. Nicht ohne Grund sind über 50 % aller anwaltlichen Rechtsmittel gegen einen Haftbefehl erfolgreich.

Oftmals werden die Betroffenen unter einen immensen Druck gesetzt, bekommen Angst vor den einschneidenden Konsequenzen aber auch vor der  Untersuchungshaft selbst und werden dabei von den Behörden regelrecht überrumpelt, was dazu führt, dass viele Betroffene auf ihr Schweigerecht verzichten und eng mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Nicht selten wird eine Außervollzugsetzung des Haftbefehls als „Gegenleistung“ für ein vollumfängliches Geständnis versprochen. Wir raten daher, im Falle eines Haftbefehls keinerlei Angaben zu machen und umgehend einen spezialisierten Fachanwalt für Strafrecht zu kontaktieren.

Unser Team in Karlsruhe aus erfahrenen Strafverteidigern setzt sich für das Freiheitsrecht jedes einzelnen Mandanten ein. Dabei wird der Haftbefehl durch unsere Anwälte bis auf das letzte Detail auf Fehler überprüft und umgehend auf eine Aufhebung oder Außervollzugsetzung des Haftbefehls hingewirkt. Gerade im Hinblick auf den Haftgrund der Fluchtgefahr und die Verhältnismäßigkeit einer Untersuchungshaft unterlaufen den zuständigen Richtern immer wieder Fehler. Und genau dort setzen unsere Experten in Sachen Strafrecht an, arbeiten die Fehler heraus und korrigieren diese.

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